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Aufbau eines E-Bike Akkus

E-Bike Akku Komponenten und deren Funktion

Wie sieht es eigentlich im Inneren eines E-Bike Akkus aus?
In diesem Beitrag erklären wir verständlich, wie ein E-Bike Akku aufgebaut ist und aus welchen Komponenten er besteht.
So bekommst du ein besseres Gefühl dafür, wie dein Akku funktioniert und warum viele Defekte heute reparierbar sind.

Aus welchen Komponenten besteht ein Lithium-Ionen-Akku?

Das Zellpaket – Lithium-Ionen-Zellen

Das Zellpaket ist der eigentliche Energiespeicher eines E-Bike Akkus. Es besteht aus vielen einzelnen Lithium-Ionen-Zellen, die beim Laden elektrische Energie aufnehmen und diese beim Fahren wieder abgeben. Je größer die Kapazität des Zellpakets ist, desto länger kann dein E-Bike den Motor unterstützen.

Die Kapazität wird in Wattstunden (Wh) angegeben. Sie ergibt sich aus Spannung und Stromstärke:

Ah x V = Wh

Gut zu wissen

Ein Zellpaket ist kein einfaches Bauteil. Jeder E-Bike Akku ist individuell aufgebaut, denn Anzahl, Typ und Anordnung der Zellen unterscheiden sich je nach Modell und Hersteller. Ein einheitliches Standard-Zellpaket gibt es nicht.

Moderne E-Bike Akkus bestehen in der Regel aus 28 bis 60 Lithium-Ionen-Rundzellen. Diese Zellen werden über spezielle Verbinder miteinander verbunden und in einem präzisen Punktschweißverfahren fixiert. So entsteht ein stabiles und leistungsfähiges Gesamtpaket.

Die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer eines Zellpakets hängen unter anderem ab von:

Welche Zellen verbaut Liofit?

Bei Liofit kommen ausschließlich ausgewählte Lithium-Ionen-Zelltypen zum Einsatz, die sich in der Praxis als besonders leistungsstark und langlebig bewährt haben.

In vielen Akkus verwenden wir zusätzlich Hilumin-Verbinder, um die Zellpakete mechanisch zu stabilisieren. Das erhöht nicht nur die Haltbarkeit, sondern auch die Sicherheit des gesamten Akkus. So stellen wir sicher, dass reparierte Zellpakete dauerhaft zuverlässig funktionieren.

Lithium-Ionen-Akkus haben sich bei E-Bikes als Standard etabliert, weil sie viel Energie speichern können und gleichzeitig eine hohe Lebensdauer bieten. Der Aufbau einer einzelnen Batteriezelle besteht aus drei fest miteinander kombinierten Schichten, die zu einer Rolle verarbeitet werden:

  1. Anode (häufig aus Graphit)
  2. Separator (meist keramisches Material)
  3. Kathode (zum Beispiel Lithium-Nickel-Mangan-Kobalt-Oxid, kurz NMC)

Damit sich die Lithium-Ionen zwischen den Schichten bewegen können, kommt zusätzlich ein flüssiger Elektrolyt zum Einsatz. Er sorgt für die notwendige Leitfähigkeit innerhalb der Zelle.

Batterie Innenleben

Gut zu wissen

Ein höherer Wh-Wert bedeutet:

  • längere Fahrstrecken
  • weniger Ladezyklen
  • mehr Reserven bei Steigungen oder Gegenwind

Verschleiß

Lithium-Ionen-Zellen unterliegen einem natürlichen Alterungsprozess. Mit jeder Nutzung und jedem Ladevorgang nimmt ihre Leistungsfähigkeit langsam ab. Typische Anzeichen für Zellverschleiß sind:

Gut zu wissen

Die Energiedichte eines Lithium-Ionen-Akkus ist vergleichsweise hoch, wodurch Akkus bei einem relativ geringen Gewicht und kompakter Größe eine hohe Energiemenge speichern können und damit eine für den Nutzer hohe Kapazität aufweisen. Dies ist besonders vorteilhaft für Elektrofahrzeuge, wo Platz und Gewicht entscheidende Faktoren sind.

Lies unseren Blogbeitrag zum Thema „Aufbau und Funktion von Lithium-Ionen-Batterien“

Batterie-Management-System (BMS)

Das Batterie-Management-System, kurz BMS, ist die Schutzelektronik des E-Bike Akkus. Es überwacht und steuert alle wichtigen Funktionen, damit der Akku sicher arbeitet und möglichst lange hält.

Das BMS sorgt unter anderem dafür, dass die einzelnen Zellen gleichmäßig geladen und entladen werden und schützt den Akku vor Schäden durch Fehlbelastung.

Kurz gesagt: Ohne BMS würde ein E-Bike Akku weder sicher noch zuverlässig funktionieren.

Wichtige Funktionen des BMS

Platine eines E-Bike Akkus von BionX

Warum ein defektes BMS oft fälschlich als „Akku tot“ gilt

Bei vielen E-Bike Akkus übermittelt das BMS alle wichtigen Informationen an das Display. Kommt es hier zu einem Fehler, kann der Akku vom System als leer oder defekt erkannt werden – obwohl im Zellpaket noch Energie vorhanden ist.

Ein typisches Beispiel:
Nach einem Zellentausch muss die neue Kapazität im BMS gespeichert werden. Geschieht das nicht, meldet die Elektronik den Akku zu früh als leer. Die Motorunterstützung schaltet ab, obwohl noch ausreichend Energie vorhanden wäre.

Durch unsere langjährige Erfahrung kennen wir die Elektroniken vieler Hersteller sehr genau und können auch komplexe BMS-Fehler gezielt beheben.

Lies unseren Blogbeitrag zum Thema „Funktion des BMS“

Gehäuse, Buchsen und Kontakte

Das Gehäuse eines E-Bike Akkus wird oft unterschätzt, obwohl es eine zentrale Schutzfunktion übernimmt. Es sorgt dafür, dass die empfindliche Technik im Inneren zuverlässig vor äußeren Einflüssen geschützt ist.

Schutzfunktionen des Gehäuses

Das Gehäuse erfüllt gleich mehrere wichtige Aufgaben:

So wird verhindert, dass das Zellpaket oder die Elektronik durch äußere Einflüsse beschädigt werden.

Buchsen und Kontakte – die Verbindung zum E-Bike

Neben dem Gehäuse sind auch die elektrischen Kontakte entscheidend. Über sie wird der Akku mit dem E-Bike verbunden und lädt sich auf bzw. versorgt den Motor mit Energie.

Im Alltag können hier typische Probleme auftreten:

Schon kleine Kontaktprobleme können dazu führen, dass der Akku nicht mehr erkannt wird oder die Unterstützung während der Fahrt ausfällt.

Schäden am Gehäuse – mehr als nur ein optisches Problem

Ein beschädigtes Gehäuse ist nicht nur ein optischer Mangel. Risse oder gebrochene Halterungen können dazu führen, dass Feuchtigkeit eindringt oder der Akku nicht mehr sicher am Fahrrad sitzt.

Im schlimmsten Fall kann dadurch auch das empfindliche Zellpaket im Inneren beeinträchtigt werden.

Wie funktioniert das Zusammenspiel der Komponenten im E-Bike?

Ein E-Bike Akku arbeitet nie allein, sondern immer im Zusammenspiel mit Motor, Sensoren und Steuerungselektronik.

Der Akku liefert dabei die Energie, die der Motor in Antrieb umwandelt. Das Batterie-Management-System (BMS) überwacht gleichzeitig alle wichtigen Werte und sorgt dafür, dass die Energie sicher und gleichmäßig abgegeben wird.

Sobald du in die Pedale trittst, erfassen Sensoren deine Bewegung und geben das Signal an den Motor weiter. Dieser ruft anschließend die passende Energiemenge aus dem Akku ab – je nach Unterstützungsstufe und Fahrsituation.

Einfach gesagt:
Akku = Energiequelle
Motor = Antrieb
BMS = Sicherheits- und Steuerzentrale

Warum gehen E-Bike Akkus kaputt? Warum verlieren sie an Leistung?

Ein E-Bike Akku verliert im Laufe der Zeit an Leistung – das ist ein normaler Alterungsprozess. Die Ursache liegt vor allem in den Lithium-Ionen-Zellen, die sich bei jedem Lade- und Entladevorgang langsam abnutzen.
Zusätzlich können weitere Faktoren die Lebensdauer verkürzen:
Typische Folgen sind:
In vielen Fällen bedeutet das jedoch nicht, dass der Akku komplett defekt ist – oft sind einzelne Komponenten oder Zellen betroffen und technisch reparierbar.

Wie kann man einen E-Bike Akku reparieren?

Ein defekter E-Bike Akku muss nicht immer ersetzt werden. In vielen Fällen lassen sich einzelne Komponenten gezielt reparieren oder erneuern, sodass der Akku wieder zuverlässig funktioniert.

Je nach Schadensbild kommen unterschiedliche Reparaturarten infrage.

Reparatur statt Neukauf - Elektronikreparatur bei Liofit

Was kann an einem Akku repariert werden?

Zellentausch

Beim Zellentausch werden gealterte oder defekte Lithium-Ionen-Zellen im Inneren des Akkus ersetzt. So kann die ursprüngliche Kapazität wiederhergestellt und die Reichweite deutlich verbessert werden.
Mehr zum Zellentausch

Elektronikreparatur

Fehler in der Schutzelektronik (BMS) führen häufig dazu, dass der Akku nicht mehr richtig funktioniert oder fälschlich als defekt angezeigt wird. Bei der Reparatur wird das System geprüft, angepasst oder ersetzt.
Mehr zur Elektronikreparatur

Gehäusereparatur

Auch äußere Schäden können behoben werden. Dazu gehören beschädigte Gehäuse, defekte Buchsen oder korrodierte Kontakte. Diese Reparaturen stellen die sichere Verbindung zwischen Akku und E-Bike wieder her.
Mehr zur Gehäusereparatur

Ist eine Akku-Reparatur sicher?

Eine professionelle Akku-Reparatur ist sicher, wenn sie fachgerecht durchgeführt wird. Wichtig ist dabei, dass nicht nur die Zellen, sondern auch die Elektronik und die Schutzmechanismen geprüft werden.
Seriöse Reparaturen beinhalten immer:

So wird sichergestellt, dass der Akku danach wieder zuverlässig und sicher eingesetzt werden kann.

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